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Trendforschung: „So isst Österreich“

 

Ende Jänner wurden die Ergebnisse des WEDL Food Report 2017 „So isst Österreich“ veröffentlicht, die spannende Einblicke in die Esskultur der Österreicher geben. „Essen ist mehr als pure Nahrungsaufnahme. Hinter einem gemeinsamen Essen steckt so viel mehr: Zusammenkommen, Freude, Familie, Lachen, Diskussion und Inspiration. Die Gastronomie macht es sich zur Aufgabe, für dieses Lebensgefühl eine Bühne zu schaffen. Das wünscht sich der Gast von morgen“, so KR Leopold Wedl über die Ergebnisse der Studie.

Damit punkten Restaurants

„Wir als Tourismusschule interessieren uns selbstverständlich für Studien dieser Art und treten mit unseren SchülerInnen in Dialog – denn wir (er)leben die Gastronomie täglich“, betont Dir. Peter Kreinig im Zusammenhang mit der Studie, die vom Innsbrucker Handelshaus Wedl in Auftrag gegeben wurde.

Aus der Studie geht klar hervor, dass das „auswärts Essen“ einen hohen Stellenwert hat, vor allem wenn es um aufwendige, raffinierte Küche geht. Das gelernte Kochhandwerk mit Know-How und Expertise kommt dabei gut an. Doch der Gast von heute wünscht sich keine seitenlangen Speisekarten mit besonders exotischen Gerichten. Vor allem punkten Restaurants mit Spezialitäten auf der Karte, schönem Ambiente und Ruhe beim Essen. Gutes Service zeichnet sich laut Umfrage hauptsächlich durch freundliches Servicepersonal aus, aber auch geringe Wartezeiten sind für mehr als der Hälfte der Befragten essentiell.

Die kulinarischen Vorlieben der ÖsterreicherInnen

Zum Stellenwert der Tagesmahlzeiten bleibt zu sagen, dass die Frauen Fans des Frühstücks sind. Dieses genießen sie gerne mit Freunden auswärts. Das Angebot sollte vor allem regionale Produkte beinhalten mit Gebäck, Butter, Saft, Wurst- und Käsevariationen. Ein Viertel der Befragten wünscht sich vegane Alternativen am Buffet. Das Mittagessen ist die Mahlzeit, die am häufigsten berufsbedingt auswärts konsumiert wird. Die beliebteste Restaurant-Mahlzeit ist das Abendessen, als Grund geben über die Hälfte der Befragten die „Belohnung“ an. Die Entscheidung für ein Restaurant hängt in 55 % der Fälle von einer persönlichen Empfehlung durch einen Freund oder Bekannten ab. Mundpropaganda steht also hoch im Kurs und zählt laut der Studie 11 Mal mehr als eine Bewertung im Internet.

WEDL hat auch nach dem Lieblingsgericht der Österreicher gefragt, spontan wurde die Pizza und das Schnitzel am häufigsten genannt. Nudelgerichte stehen auch häufig am Speiseplan, doch am allerwichtigsten ist die Qualität und Frische der Speisen. „Mit diesem Vorsatz gestaltet sich unser Schulalltag. Unsere SchülerInnen erhalten täglich frisch zubereitete, abwechslungsreiche Speisen und kochen bzw. servieren sie selbstverständlich auch selbst. Schlussfolgernd ergibt sich für mich aus der Studie, dass sich die Restaurants noch mehr dem Wandel der Bedürfnisse annehmen müssen. Eine Sensibilisierung der SchülerInnen in den abgefragten Bereichen der Studie muss mit dieser Forderung einher gehen“, schließt Dir. Kreinig.

Die interessantesten Ergebnisse auf einem Blick:

  • Am häufigsten (ausschließlich im Restaurant) gegessen wird: Asiatisches
  • Die Lieblingsbeilage der ÖstereicherInnen ist: Salat (auch bei den Männern)
  • Am unbeliebtesten im Restaurant sind: Innereien
  • Das Lieblingsgericht lt. spontaner Befragung ist: Pizza
  • Das wichtigste bei der Wahl eines Restaurants ist: Qualität / Frische der Speisen
  • Das beliebteste Getränk beim Frühstück ist: Saft
  • Das gibt der Österreicher im Schnitt aus: 12,50 € (Frühstück), 17,90 € (Brunch), 18,70 € (Mittagessen) und 31,40 € (Abendessen)

Hier geht es zum ausführlichen Report der Studie im Auftrag des Handelshauses WEDL.